„Je traivail pour acheter une voiture. J’achète ma voiture pour aller travailler“

Warum arbeiten wir? Warum arbeitest Du? Es lohnt sich einmal über den Gedanken eines regelmäßigen Einkommens hinaus, nachzudenken, warum wir eigentlich – Tag für Tag – arbeiten.

Arbeitszeit ist Lebenszeit

Immerhin verbringen wir einen Großteil unseres Lebens mit Arbeiten. Wir arbeiten mehr, als wir Zeit im „Urlaub“ verbringen. Wir verbringen mehr Zeit mit Arbeitskollegen, als mit Freunden. Arbeitszeit ist Lebenszeit. Arbeit prägt einen, bestimmt mit welchen Leuten man zu tun hat, mit welchen Themen man sich befasst, bestimmt auch einen Großteil darüber, wie glücklich unser Leben verläuft. Es ist eines der wichtigsten Lebensbereiche. Umso wichtiger ist die Entscheidung darüber, was wir arbeiten und wie wir arbeiten.

„Scheiß Montag“

Wenn ich mich umhöre was Arbeit für viele bedeutet, so bedeutet Arbeit für viele Mittel zum Zweck. Muss halt gemacht werden, um Geld zu verdienen. Das eigentliche Leben beginnt danach. Nach der Stempeluhr. Am Wochenende. „Scheiß Montag, da gehts wieder arbeiten.“ Arbeit wird vom eigentlichen Leben getrennt. Deshalb gibt es die Kategorie „Arbeit“. Das ist der Teil, der fremdbestimmt ist, der den man tun muss, um zu Leben. Die Agenda schreiben hier andere.

Und es gibt die Kategorie „Leben“. Hier ist man frei (= Freizeit), hier hat man den Spaß, hier darf man tun und lassen was man will. Hier schreibt keiner einem was vor.

Diese Trennung verstehe ich nicht und ergibt für mich keinen Sinn. Warum sollten man einen so wichtigen Teil des Lebens so betrachten, als sei es kein Bestandteil davon? Warum sollte jeder Montag in unserem Leben ein schlechterer Tag sein, als die anderen Wochentage?

„Mondays aren’t so bad, it’s your job that sucks!“

Ich finde, Arbeit sollte nicht im Konflikt mit dem Leben stehen und daher in eine Balance gebracht werden müssen (Work-Life-Balance), sondern in Harmonie gebracht werden. Arbeit muss zu einem passen. Sie muss für einen Sinn ergeben. Muss mit eigenen Werten übereinstimmen, mit eigenen Wünschen und Träumen. So lebt man authentisch und verbringt sein Leben mit den eigenen Themen – nicht denen anderer.

Was willst Du überhaupt?

Um eine Harmonie zwischen dem eigenen Leben und der Arbeit herzustellen, muss man natürlich erstmal wissen, was man vom Leben will. Was machen wir gerne? Woraus soll unser Leben bestehen? Was ist das Motto unseres Lebens und wie sollte daher unsere Arbeit aussehen? Es geht darum, erst einmal herauszufinden, wie man tickt, was einem wichtig ist, was die Werte und Motivatoren sind, die einen antreiben. Erst dann kann man die Suche nach der richtigen Arbeit angehen.

Sehr erhellend finde ich die Frage, was wir machen würden, wenn Geld keine Rolle spielen würde. Wie sähe unser Leben, unsere Arbeit dann aus? Wie würden wir unseren Tag dann gestalten? Was wäre, wenn es keine Rolle spielt, was andere von einem denken, sei es Familie, seien es Freunde oder die Gesellschaft? Was würden wir dann tun?

Wenn ich diese Überlegungen mit anderen anstellen, kommen häufig höchst interessante Lebensentwürfe heraus, die meist nur wenig mit dem eigentlichen Leben dieser Person zusammenhängt. Ein häufiger Grund die Überlegungen bzw. diese Lebensträume nicht zu verfolgen, dass sei zu naiv oder gar nicht möglich. Ich bin der festen Überzeugung: „Es ist nicht naiv zu glauben, man können tun, was man liebt. Es ist naiv zu glauben, es würde uns retten, es nicht zu tun.“ (Catharina Bruns aus „Work is not a job“)

Gute Literatur oder weiterführende Infos hierzu:
– Work is not a job – Catharina Bruns
– Hört auf zu arbeiten – Anja Förster, Peter Kreuz
What if money was no object?

One thought on “„Je traivail pour acheter une voiture. J’achète ma voiture pour aller travailler“

  1. […] Schnell sein und seinen eigenen Beitrag sehen. Arbeit und Leben in Einklang bringen (siehe auch Sinn der Arbeit) und für mich ganz persönlich: Meinen Traum […]

    4 Jahren ago Februar 03, 2016

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