„Man is not the creature of circumstances, circumstances are the creatures of men.“

„Ein Mann klatscht alle zehn Sekunden in die Hände. Nach dem Grund befragt, erklärt er: „Um die Elefanten zu verscheuchen.“ Auf die Bemerkung, dass es hier gar keine Elefanten gibt, antwortet er: „Na, also! Sehen Sie?“ (frei übernommen aus: Anleitung zum Unglücklichsein von Paul Watzlawick)

Ich finde es faszinierend wie wir Menschen unsere kleine Welt im Kopf selbst kreieren und der festen Überzeugung sind, dass wir auf jeden Fall mit unserer Sichtweise richtig liegen. Das muss nicht unbedingt immer schlimm sein. Es gibt Überzeugungen, die sind mehr oder minder Wurscht, denn sie haben keinen – oder sagen wir wenig – Einfluss auf unser Leben: Ob Frauen oder doch Männer die besseren Autofahrer sind, ob Brokkoli schmeckt oder nicht. Daran entscheidet sich kein glückliches Leben. Bestimmte Überzeugungen aber haben es in sich und uns sollte klar sein, dass Überzeugungen nicht einfach ein Weltbild sind, sondern genau dieses Weltbild unser Handeln beeinflusst.

Ich persönlich denke an einer grundsätzlichen Überzeugung entscheidet sich ganz besonders, ob man ein glückliches und erfolgreiches Leben hat oder nicht. Und ich denke es gibt zwei sehr griffige Begriffe für die Glückliche und die Unglückliche Spezies unter uns.

„If you think you can do it or if you think you can’t: You are right“

Erst zur Unglücklichen. Ich nenne Sie die „Opfer“.

Sie nehmen Ihre Umwelt als Risiko wahr. Die Ursache für Ihre Misere liegt überall, aber niemals bei Ihnen. Sie sagen, sie haben keine Zeit. Sie sagen, sie haben kein Geld. Sie sagen, sie können es nicht, und sie sagen, sie werden es nie können, denn sie haben kein Talent. Sie sagen, überall klappt es, aber nie bei mir. Sie warten auf die Beförderung. Sie übernehmen keine Verantwortung über ihr Leben. Sie nörgeln und lamentieren – verändern tun sie aber nichts. Sie lassen sich treiben, wohin sie die Umwelt treibt. Das bestätigt sie nur noch mehr in Ihrem Weltbild, dass sie immer das Opfer sind. Später sagen sie, sie hatten nie Geld zu reisen, dann kamen die Kinder, da hatten sie keine Zeit, ja und jetzt sind sie alt, da haben sie keine Energie mehr.

Dann gibt es noch die Glückliche, erfolgreiche Spezies. Ich nenne Sie die „Gestalter“.

Sie nehmen Ihre Umwelt als Chance wahr. Sie überlegen, wie Sie zu einem Problem beigetragen haben und versuchen diesen Grund bei sich zu verändern. Sie sagen, sie lassen nun andere Dinge liegen, damit sie genug Zeit finden. Sie sagen, sie versuchen es ohne Geld oder das Geld aufzutreiben. Sie sagen, sie können, und wenn sie merken, dass sie etwas nicht können, denken sie: „Dann bringe ich es mir eben bei“. Sie warten nicht auf den Traumjob, sie schaffen ihn sich selbst oder holen ihn sich, statt auf die Gnade des Chefs zu warten. Sie übernehmen Verantwortung für ihr Leben. Sie nörgeln und lamentieren – und verändern die Dinge, die sie stören. Später müssen sie sich von den „Opfern“ vorwerfen lassen, dass sie Glück gehabt hatten, dass sie ja genügend Zeit hatten und sie ja auch genügend Geld auftreiben konnten. Die Opfer hätten das auch gekonnt, wenn sie nur die Mittel gehabt hätten.

Der Wesentliche Unterschied zwischen Opfern und Gestalter ist im Wesentlichen eines: Ihr Weltbild. Die Überzeugung eines Opfers lautet: „Ich kann doch eh nichts ändern“. Der Glaubenssatz eines Gestalters lautet: „Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich“. Dieser Glaubenssatz ist wie eine Filter auf die Welt, mit der wir die Geschehnisse so wahrnehmen, wie wir es gemäß dieser Überzeugung interpretieren.

Der Spruch „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen“ trifft es ziemlich gut. Beide nehmen den Wind wahr, der eine sieht es aber als Bedrohung und baut eine Mauer, der andere sieht eine Chance und baut eine Windmühle.

„Never put the key to your happiness into someone else’s pocket“

Wir leben nur einmal. Und für dieses einmal müssen wir die Verantwortung selbst übernehmen und diese niemanden anders zustecken. Man kann Dinge ändern. Man muss nicht in Job XYZ bleiben. Nein, man ist nicht zu jung, zu alt um zu reisen. Nein, man kann sich die Zeit nehmen.

„Sei stärker als Deine Ausreden“ 

Ich denke es benötigt 3 Dinge, um Gestalter zu sein: Mut, Ehrlichkeit zu sich selbst und die klare Überzeugung, dass nur man selbst für sich, seine Gefühle, seine berufliche, soziale, finanzielle etc. Situation verantwortlich ist.
Es benötigt Mut, denn Gestalter zu sein, bedeutet Entscheidungen zu treffen und nicht, zu warten bis sich die Situation mal von selbst klärt. Es benötigt Mut, denn es bedeutet häufig, auch nicht unbedingt das zu tun, was jeder tut, sondern zu seinen eigenen Überzeugungen und Wünschen zu stehen.
Es benötigt Ehrlichkeit zu sich selbst, denn wir bleiben nur allzugern in der eigenen Komfortzone und reden uns ein, dass es doch da auch schön kuschelig ist. Na klar wäre es jetzt cool, hier eine Rede zu halten. Aber das könnte ja auch schief gehen. Na klar wäre es cool, eine Weltreise zu machen, aber ich kann doch hier nicht einfach gehen. Na klar wäre es cool von überall aus zu arbeiten, aber… Aber, aber, aber. Allzu gerne legen wir uns mit Ausreden die Situation zurecht und hören nicht auf unsere innere Stimme.
Und es benötigt die klare Überzeugung für sich selbst verantwortlich zu sein, denn wir selbst sind die einzige Person, die uns definitiv bis zum Tod begleiten wird.
Ich denke diese 3 Zutaten braucht es und dann wird auch dieser Spruch wahr:
„People Will Always Tell You You Can’t. You Just Smile And Say, „Watch Me““